Ohio und der Großraum um Cincinnati im Süden des US-Bundesstaates stehen weit oben bei der Bewertung der besten Investitionsstandorte in den USA: Ohio hat mit 431 neuen Projekten gerade erneut den ,Governor’s Cup‘ gewonnen, eine Art ,Oscar‘ für ökonomische Entwicklung. Texas wurde Zweiter. In der Bewertung der führenden Metroregionen hat es die Region Cincinnati in die Top-Five geschafft.
In der Region sind allein 70 deutsche Unternehmen zu Hause, vornehmlich aus Automobil-Industrie, Chemie und Maschinenbau. Innerhalb einer Lkw-Tagestour sind von dort die Hälfte aller US-Produktionsstätten und US-Verbraucher erreichbar. Zur Förderung neuer Investitionen hat Ohio ein Steuergesetz verabschiedet, das Unternehmen begünstigt, vor allem, wenn sie Produkte von Ohio exportieren oder größere Summen in Maschinen, Anlagen oder Lagerbestände investieren. Infos unter: www.CincinnatiUSA.org
Volkswagen hat sich als Konzern laut Finanzvorstand Hans-Dieter Pötsch gegen die Wechselkursrisiken des US-Dollar für die kommenden zwei Jahre nahezu komplett abgesichert. Für 2009 erwartet der Konzern weiterhin das Erreichen der Gewinnschwelle im seit Jahren verlustbringenden Nordamerika-Geschäft. 2006 lag der Verlust bei 607 Millionen, 2005 sogar bei 866 Millionen Euro.
Im April 2007 war nur für wenige deutsche OEMs etwas zu holen: Allein Audi verzeichnete mit 9,4 Prozent ein deutliches Plus. BMW verbesserte immerhin seinen US-Absatz – neuer Rekord im Monat April. Audi: 8 106 Einheiten verkaufte Audi of America im April 2007. TT, Q7 und das A4 Cabrio waren die Renner. BMW verkaufte mit 28 563 Einheiten im April 0,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Mercedes-Benz erzielte mit 20895 verkauften Fahrzeugen immerhin den zweitbesten April-Absatz in der Unternehmensgeschichte.
Porsche verzeichnete mit 3 015 ein beinahe zweistelliges Minus und liegt auch in den ersten vier Monaten mit 11 244 Fahrzeugen fast 10 Prozent unter Vorjahr. Zum Vergleich: Die wesentlich kleineren Marken Ferrari und Maserati konnten ihren Absatz in den ersten vier Monaten mit 562 Ferrari um über 30 respektive mit 756 Maserati um fast 13 Prozent steigern. VW setzte im April 2007 in den USA 19 086 Einheiten ab – 7,0 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dass das Minus nicht drastischer ausfiel, ist nur den neuen Modellen Eos und Rabbit/Golf zu verdanken.