PwC: Hybrid-Pkw sind deutschen Autofahrern zu teuer
8. Oktober 2007 | Aktuell |
Die große Mehrheit der deutschen Autofahrer ist zwar über den Zusammenhang von CO2-Emissionen und Treibhauseffekt informiert, aber nur die wenigsten ziehen aus dieser Einsicht Konsequenzen für das eigene Fahr- und Kaufverhalten. Das ergab eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungsund Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).
Derzufolge stoßen Pkw mit einem Hybrid-Antrieb bei fast jedem dritten Autofahrer auf Interesse, aber nur jeder fünfte ist bereit, für die teure Technologie einen höheren Kaufpreis zu zahlen. „Auch die Vergangenheit zeigt, dass Erfolge der Automobilhersteller bei der Verbrauchsreduzierung der Motoren durch die Präferenz der Kunden nach mehr Leistung, Komfort und Sicherheit förmlich aufgefressen wurden“, sagt Felix Kuhnert, Leiter der Automobilberatung bei PwC. Drei Prozent jener Befragten, für die ein Hybrid grundsätzlich attraktiv schien, ist bereits ein Aufpreis von 500 Euro zu hoch für den Kauf eines Hybrid-Autos, weitere 18 Prozent würden nicht mehr als 1 000 Euro zusätzlich ausgeben wollen.
Umwelt-Image bringt nur wenig Umsatz: Die mit Vollhybridantrieben einhergehenden Mehrkosten wollen nur wenige Autofahrer bezahlen, ergab eine Umfrage von PwC.
Weitere zehn Prozent der Interessenten geben an, sich bei der Schwelle von 1 500 Euro umzuorientieren und bei einem Preisaufschlag von 2 000 Euro gehen noch einmal 23 Prozent der Interessenten verloren. 29 Prozent der befragten Interessenten ,verabschieden‘ sich, sobald die Preisdifferenz auf mehr als 2 000 Euro beziffert wird.
Nach Schätzungen des PwC Automotive Institute wird der Anteil der Hybrid-Pkw an der weltweiten Automobilproduktion von derzeit weniger als einem Prozent auf rund 2,5 Prozent bis 2014 ansteigen. Dann dürften die japanischen Hersteller rund zwei Drittel der Hybrid-Produktion stellen, USHersteller etwa 20 Prozent und deutsche Marken 10 Prozent.





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